Geschichte

  • 06 Nov

Gründung mit Hindernissen

 

Im Jahr 1920 beschlossen einige fußballbegeisterte Großgrundbesitzer einen Fußballverein in Kieritzsch zu gründen. Nach den notwendigen Vorbereitungen war es 1921 endlich soweit :

 

Die Gründung der Sportvereinigung Bahnhof Kieritzsch war perfekt !

 

 

Bis 1923 fallen die Sportkameraden vor allem durch schlechte spielerische Leistungen auf. Mit deutlichen Ergebnissen - meist im zweistelligen Bereich – enden viele Spiele mit einer Niederlage. Dazu kommen Personalsorgen. Nach wachsende Aufstellungsschwierigkeiten - im Klartext hieß die Frage : Woher bekommen wir elf Spieler - drohte der Zerfall der SV Bahnhof Kieritzsch. Eine Krisensitzung mit dem Ziel den Fortbestand des Fußballsport in Kieritzsch aufrecht zu erhalten erbrachte ein wichtiges Ergebnis. Aus dem bürgerlichen Verein wurde ein Arbeiter Sport Verein.

Die SPORTFREUNDE KIERITZSCH waren geboren.

1925 schloß sich der Verein aus finanziellen Gründen, als Abteilung Fußball, den Arbeiter-Turn-Verein 1880 an.

Bis 1932 ging es nun sportlich stetig aufwärts. Die Fußballer der Sportfreunde gelang es bis in die höchste Spielklasse des Arbeitersports in Deutschland aufzusteigen.

1933 wurde der gesamte Arbeitersport durch die Diktatur der Nazionalsozialisten zerschlagen. Der Arbeitersport und seine Vereine wurde daraufhin von allen organisierten Sportaktivitäten für ein Jahr ausgeschlossen. Die Kieritzscher Fußballer starteten danach wieder in der untersten Spielklasse. Sportliche Erfolge ließen aber nicht lange auf sich warten und bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges spielten die Sportfreunde wieder sehr erfolgreich, sogar in der zweithöchsten Spielklasse.

Während des Krieges hielt sich der Kieritzscher Fußball einige Zeit mit diversen Spielgemeinschaften, wie z.B. Brabag Böhlen aufrecht, bis der Spielbetrieb später ganz zum Erliegen kam.

1949 wurde aus der SG Neukieritzsch die BSG Elektro - MAS Neukieritzsch. Am 22.August 1950 wurde unser Verein nach dem Trägerbetrieb benannt und hieß ab da BSG STAHL LIPPENDORF - eine tolle Zeit begann !

 

Die goldenen Jahre im Neukieritzscher Fußball

 

1955 erspielte man sich den Aufstieg in die Bezirksliga. In den Folgejahren spielte man da auch erfolgreich vorn mit.

In der Saison 1961/62 kam dann der bisher größte sportliche Erfolg des Neukieritzscher Fußballs. Mit Platz 2 in der Bezirksliga kämpfte man sich durch 3 schwere Aussscheidungsspiele in die II. DDR-Liga

Mit fantastischem Fußball schafften die damaligen Rasengötter das schier Unglaubliche und erspielten sich als Aufsteiger den Staffelsieg. Sie machten den Aufstieg in die I. DDR-LIGA perfekt. In diesem Jahr hatte man einen Zuschauerschnit von ca. 1300 Fußballbegeisterten. Gegen Aktivist Böhlen gab es sogar die Rekordzahl von 3327 Zuschauern.

 

 

Leider konnte man als einzige "Dorf"-Mannschaft in dieser Liga neben Größen wie z.B. Dynamo Dresden, Stahl Riesa oder Motor Karl-Marx-Stadt nicht bestehen. Mit nur einem Punkt Abstand zum Nichtabstiegsplatz mußten sich unsere Recken am Ende der Saison sehr knapp geschlagen geben und den Abstieg in die Bezirksliga hinnehmen. Die II.DDR-Liga wurde inzwischen aufgelöst und in die Bezirke verteilt.

Im Jahre 1969 übernahm das Kraftwerk Lippendorf eine Patenschaft mit der Gemeinde Neukieritzsch. Infolge dessen wurde am 27.Juni 1969 aus der BSG Stahl Lippendorf die Industriesportgemeinschaft (ISG) Lippendorf mit den beiden Trägerbetrieben Ferrolegierungswerk und Kraftwerk Lippendorf.


Bis 1988 spielte die erste Männermannschaft ausschließlich in der Bezirksklasse. Leider kam man trotz der Unterstützung der Kraftwerke über das Mittelmaß der Spielklasse nicht hinaus.

 

Ab 1990 : Sportfreunde Neukieritzsch 1921 e. V.

 

1990 erfolgte nach der Wiedervereinigung Deutschlands die Umbennung der ISG Lippendorf, in den Ursprungsnamen SPORTFREUNDE NEUKIERITZSCH 1921 e.V.

1993 kam der Abstieg in die Regionalliga Borna/Geithain ( früher Kreisklasse )

1996 machten sich die Fußballer der Sportfreunde Neukieritzsch zum 75 jährigen Jubiläum selbst ein schönes Geschenk und stiegen in die Bezirksklasse auf.

1997 folgte aber leider unmittelbare Abstieg. Die Sportfreunde konnte sich in der höheren Liga einfach nicht durchsetzen.

2001 gab es wiedermal einen sportlichen Höhepunkt zu vermelden. Der unvergessene Pokalsieg in Groitzsch gegen die Reserve der Alemannia Geithain. Dort krönte die Sportfreunde das aufopferungsvolle Kämpfen über 120 Minuten im Elfmeterschießen mit dem Siegtreffer.

Erst im Jahr 2004 schafften die Sportfreunde Neukieritzsch mit einem Herzschlagfinale den lang ersehnten Aufstieg in die Bezirksklasse. Sie wurde damals nur durch die bessere Tordifferenz Meister in der Regionalliga Borna/Geithain. Perfekt abgerundet wurde das Ganze in dieser Saison durch den Pokalsieg. Im Endspiel setzte man sich souverän gegen Eschefeld durch und machte das Double perfekt.

Von 2004 bis 2009 spielten die Sportfreunde Neukieritzsch konstant in der Bezirksklasse, 2009 jedoch ereilte sie der Abstieg in die Regionalliga Borna/Geithain.

2010 setzte sich der Abwärtstrend fort, der Auflösung der zweiten Herrenmannschaft folgte der Abstieg in die Kreisliga B.

2011 schaffte das Team dann die Trendwende und wurde Meister der Kreisliga B West. Der Aufstieg in die Kreisliga A wurde am letzten Spieltag perfekt gemacht.

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